Rauchmelder gehören mindestens in Schlafräume, Kinderzimmer sowie Flure und Durchgangswege, die als Rettungswege dienen. Entscheidend sind Raumaufteilung, Montageort und regelmäßige Wartung, damit Rauch den Melder erreicht und der Alarm zuverlässig funktioniert.
Das solltest Du wissen:
- Pro Kinder- und Schlafzimmer sowie für Flur und Eingangsbereich solltest Du jeweils einen Rauchmelder einplanen.
- Rund um den Rauchmelder sollten mindestens 50 cm frei bleiben.
- Rauchmelder solltest Du mindestens einmal jährlich prüfen.
- Den Einbau übernimmt der Vermieter bzw. Eigentümer, die Wartung obliegt dem Mieter.
- Kleine Entstehungsbrände solltest Du nur löschen, wenn Du Dich dabei nicht selbst gefährdest.
Rauchmelder
Besonders nachts sind Brände gefährlich. Im Schlaf bemerkst Du Rauch möglicherweise nicht rechtzeitig. Rauchmelder erkennen die Rauchentwicklung und warnen Dich mit einem lauten Alarmton. Deshalb gehören Rauchmelder zu den wichtigsten Maßnahmen für den Brandschutz zu Hause.
In Luxemburg gilt die Rauchmelderpflicht auch für bestehende Wohnungen und Wohnhäuser seit dem 01.01.2023.
Rauchmelder sind grundsätzlich mindestens vorgesehen in:
- Schlafräumen
- Kinderzimmern
- Fluren und Durchgangswegen, die als Rettungswege dienen
Die Anzahl der benötigten Rauchmelder hängt vom Grundriss und von der Größe der Wohnung bzw. des Hauses ab. Einplanen solltest Du in jedem Fall einen Rauchmelder pro Kinder- und pro Schlafzimmer sowie einen Rauchmelder für den Flur und Eingangsbereich.
Auch auf den richtigen Platz kommt es an: Rund um den Rauchmelder sollten mindestens 50 cm frei bleiben, damit Rauch ihn ungehindert erreicht.

Tipp für wirksamen Brandschutz
Handele nicht nur nach der gesetzlichen Vorschrift, sondern vor allem mit gesundem Menschenverstand und montiere im Zweifelsfall eher einen Rauchmelder zu viel als einen zu wenig.

Mieter oder Vermieter – wer ist in der Pflicht?
In Luxemburg wird zwischen dem Einbau der Rauchmelder und der Wartung der Geräte unterschieden:
- Den Einbau übernimmt der Eigentümer bzw. der Eigentümergemeinschaft im Falle eines Mehrfamilienhauses.
- Die Wartung obliegt dem Bewohner der Wohnung, unabhängig davon, ob er Eigentümer oder Mieter ist.
Rauchmelder können nur warnen, wenn sie auch funktionieren. Deshalb solltest Du sie regelmäßig kontrollieren.
Zur Wartung gehören:
- Raucheintrittsöffnungen von Staub und Verschmutzungen freihalten
- Rauchmelder auf sichtbare Beschädigungen prüfen
- kontrollieren, ob der Montageort weiterhin geeignet ist
- Umfeld des Melders auf Hindernisse prüfen
- Funktion über die Prüftaste testen
- Energieversorgung kontrollieren
- bei Wechselbatterien die Herstellerangaben zum Batteriewechsel beachten

Smarter Brandschutz
Wie praktisch wäre das: Egal wo Du Dich gerade aufhältst wirst Du über Dein Smartphone informiert, wenn zuhause der Rauchmelder anspringt. Du kannst reagieren und z. B. die Feuerwehr alarmieren. Das geht! Mit einem Brandschutz, den Du in Dein smartes Zuhause integrierst. SMART HOME by hornbach macht es möglich.


Brandschutz im Alltag: Brände vermeiden
Am besten ist ein Feuer, das gar nicht erst entsteht. Viele Brandgefahren lassen sich schon mit einfachen Maßnahmen reduzieren.
Sorge für Abstand zwischen Wärmequellen und brennbaren Gegenständen. Das gilt vor allem bei Bügeleisen, Kochfeldern und elektrischen Geräten und für Geräte, die Stauhitze erzeugen können, wie z. B. Radio, Hifi-/TV-Anlagen, Toaster, Lampen, Halogenleuchten etc.
Achte außerdem darauf, dass Geräte ausreichend belüftet werden und sich keine Wärme staut.
- Schalte nicht benötigte Geräte aus.
- Verwende beschädigte elektrische Geräte und Kabel nicht weiter.
- Decke Geräte mit Lüftungsöffnungen nicht ab.
- Beachte die Herstellerangaben.
Kerzen, Kaminfeuer und andere offene Flammen brauchen Deine Aufmerksamkeit.
- Lass offenes Feuer nicht unbeaufsichtigt.
- Halte ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien.
- Stelle Kerzen standsicher auf.
- Rauche niemals im Bett.

- Bringe Dich und andere in Sicherheit!
- Warne andere Personen.
- Hilf Kindern sowie Personen, die Unterstützung benötigen.
- Nutze Flucht- und Rettungswege. Benutze im Brandfall niemals Aufzüge.
- Umgehe stark verrauchte und/oder brennende Räume. Falls dies nicht möglich ist, halte Dir ein Tuch vor Nase und Mund und gehe geduckt unter den Rauchschwaden hindurch ins Freie. Wenn nötig, krieche. Kohlenmonoxid und andere Gase können in wenigen Minuten zur Bewusstlosigkeit führen!
- Schließe Türen hinter Dir, wenn das gefahrlos möglich ist.
- Kehre nicht in ein brennendes Gebäude zurück.
Wähle den Notruf 112 und beantworte die Fragen der Leitstelle.
Dabei sind vor allem diese Informationen nach dem W-System wichtig:
- Wo brennt es? Adresse, Stockwerk
- Was ist passiert? Ausmaß des Feuers
- Wie viele Menschen sind in Gefahr?
- Wer meldet? Name, Telefon
- Warten auf Rückfragen!
Ein Löschversuch kommt nur infrage, wenn Du Dich damit nicht selbst gefährdest und Dir weiterhin ein sicherer Fluchtweg zur Verfügung steht. Dann versuche, kleinere Brandherde mit einer Löschdecke zu ersticken.
Wird der Brand größer oder breitet sich Rauch aus: raus aus dem Gefahrenbereich!
Fettbrand niemals mit Wasser löschen
Brennendes Fett solltest Du niemals mit Wasser löschen! Trifft Wasser auf sehr heißes oder brennendes Fett, kann es schlagartig verdampfen und brennendes Fett verteilen. Dadurch kann sich der Brand massiv ausbreiten.
Löschmittel für zu Hause
Feuerlöscher und andere Löschmittel können bei einem kleinen Entstehungsbrand helfen. Entscheidend ist aber, dass das Löschmittel zum jeweiligen Brand passt und Du Dich beim Einsatz nicht selbst gefährdest.
Löschdecken aus Glasgewebe können zum Ersticken kleiner Entstehungsbrände eingesetzt werden – speziell bei Fettbränden am Küchenherd, beim Camping und beim Grillen. Bewahre sie so auf, dass Du sie im Ernstfall schnell erreichen kannst.
Dank der Aufhängeöse lässt sich die Kunststoffbox einfach an der Wand montieren und ist leicht zu reinigen. Die EN 1869 legt Anforderungen an Löschdecken fest.

Pulverlöscher eignen sich für die Brandbekämpfung von festen und flüssigen Stoffen sowie von Gasen. Sie sind auch als Einhandlöscher verfügbar – für die schnelle Bekämpfung von Bränden außerhalb der Gefahrenzone.
Schaumlöscher sind ebenfalls für feste und flüssige Stoffe geeignet: Sie sorgen für eine geringe Verunreinigung und einfache Reinigung des Brandumfeldes.

Normen und Kennzeichnungen bei Rauchmeldern
Die EN 14604 legt Anforderungen, Prüfverfahren und Leistungskriterien für Rauchwarnmelder fest.
Die Anbringung der CE-Kennzeichnung ist für alle Rauchmelder Pflicht, die nach EN 14604 geprüft wurden. Sie zeigt, dass der Hersteller die geltenden europäischen Anforderungen erfüllt.
Die Anwendungsnorm DIN 14676 regelt in Deutschland Planung, Einbau, Betrieb und Instandhaltung von Rauchwarnmeldern in Wohnhäusern, Wohnungen und Räumen mit wohnungsähnlicher Nutzung. Obwohl sie in Luxemburg rechtlich nicht bindend ist, kann sie als anerkannte technische Regel und als Orientierung für eine fachgerechte Installation herangezogen werden.
Brandschutz: häufige Fragen
Rauchmelder sind insbesondere in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren vorgeschrieben, die als Rettungswege dienen.
Brandschutz ist immer wichtig. Gesetzliche Vorgaben wie die Rauchmelderpflicht legen zusätzlich fest, welche Schutzmaßnahmen in Wohngebäuden erforderlich sind.
Achte auf funktionierende Rauchmelder, halte Abstand zwischen Wärmequellen und brennbaren Materialien und halte Flucht- und Rettungswege frei.
Dazu gehören Rauchmelder, das Vermeiden von Brandgefahren, freie Fluchtwege sowie geeignete Löschmittel wie Feuerlöscher.
Während der Einbau der Rauchmelder dem Eigentümer obliegt, liegt die Verantwortung für die Wartung beim Bewohner der Wohnung – Eigentümer oder Mieter.






