Ein Bewegungsmelder schaltet Licht automatisch ein, sobald er eine Wärmeveränderung registriert. Entscheidend sind Einsatzort, Erfassungsbereich und Technik. Für den Außenbereich brauchst Du ein Modell mit geeigneter IP-Schutzart, beim elektrischen Anschluss solltest Du im Zweifel einen Fachbetrieb beauftragen.
Das solltest Du wissen:
- Infrarot-Bewegungsmelder reagieren auf Veränderungen der Wärmestrahlung in ihrem Erfassungsbereich.
- Funk-Bewegungsmelder sind batteriebetrieben und lassen sich ohne großen Installationsaufwand einsetzen.
- Dämmerungsschalter eignen sich, wenn eine Beleuchtung abhängig von der Umgebungshelligkeit ein- und ausgeschaltet werden soll.
- Rund 2,50 m Montagehöhe sowie ein passend gewählter Erfassungsbereich helfen, gewünschte Bereiche zuverlässig abzudecken.
- Für den elektrischen Anschluss brauchst Du Fachkenntnisse, isoliertes Elektrowerkzeug, Handschuhe und einen Spannungsprüfer.
Was ist ein Bewegungsmelder?
Ein Bewegungsmelder schaltet – vereinfacht gesagt – für Dich das Licht an und auch wieder aus. Der Name ist allerdings irreführend, denn in der Regel registriert ein Bewegungsmelder nicht die Bewegung an sich, sondern misst die Wärme der Umgebung.
Das ist nicht nur praktisch, wenn Du vollgepackt von Deinem Wocheneinkauf nach Hause kommst und keine Hand mehr frei hast, um das Licht anzuschalten. Bewegungsmelder helfen Dir auch dabei, Dein Haus besser vor Einbrechern zu schützen.
Bewegungsmelder gibt es für innen und außen. Beachte beim Anbringen im Freien, dass der Bewegungsmelder Deiner Wahl über die nötige IP-Schutzklasse verfügt und schlechtem Wetter trotzen kann.
Arten von Bewegungsmeldern
Bewegungsmelder ist ein Sammelbegriff für Geräte mit unterschiedlichen Technologien.
Die gängigsten Technologien für Bewegungsmelder sind:
Außerdem gibt es Außenwandleuchten mit integriertem Bewegungsmelder. Das hat den Vorteil, dass Du nur die Leuchte anbringen musst, ohne ein zusätzliches Gerät. Ist allerdings Leuchte oder Bewegungsmelder defekt, musst Du das komplette Gerät austauschen.

Bewegungsmelder vs. Präsenzmelder
Im Gegensatz zu Bewegungsmelder prüfen Präsenzmelder die ganze Zeit, ob jemand im Raum ist – und lassen das Licht dann an. Erst wenn der Raum wieder leer ist, schaltet der Präsenzmelder das Licht wieder aus.
Infrarot Bewegungsmelder
Bei Infrarot-Bewegungsmeldern reagieren hochinnovative Sensoren auf Bewegungen und die Änderung der Lichtverhältnisse. Sobald der Sensor reagiert, wird die Beleuchtung oder ein anderes Gerät, das mit dem Bewegungsmelder verknüpft ist, automatisch ein- und nach voreingestellter Zeit wieder ausgeschaltet.
Die neueste Generation von Infrarot-Bewegungsmeldern ist mit Pyrosensoren ausgestattet. Diese Sensoren erfassen die Infrarot-Wärmestrahlung des menschlichen Körpers und wandeln Veränderungen in ein elektrisches Signal um. So erkennt der Bewegungsmelder, wenn sich jemand durch seinen Erfassungsbereich bewegt.

Funk Bewegungsmelder
Funk-Bewegungsmelder arbeiten meist auch mit Infrarotsensoren. Sie reagieren auf Veränderungen der Wärmestrahlung in ihrem Erfassungsbereich, zum Beispiel durch Menschen, Tiere oder vorbeifahrende Autos.
Im Infrarot-Erfassungsbereich werden selbst kleinste Bewegungen erkannt und per Funk an einen beliebigen Funkempfänger weitergemeldet. Die Abschaltung erfolgt automatisch nach der voreingestellten Zeit.
Wie die Infrarot-Bewegungsmelder bieten auch Funk-Bewegungsmelder die Möglichkeit, neben Leuchten weitere Geräte wie Zwischenstecker oder Funk-Gongs zu schalten.

Dämmerungsschalter
Dämmerungsschalter messen mit Fotosensoren die Umgebungshelligkeit. Bei Dämmerung wird die angeschlossene Leuchte durch den integrierten Lichtsensor automatisch eingeschaltet. Bricht der Morgen an, schaltet sich die Leuchte wieder automatisch aus. Die Dämmerungsschwelle, bei der der Sensor reagieren soll, kannst Du selbst definieren.
Damit sind Dämmerungsschalter die ideale Lösung für alle Beleuchtungsanlagen, die über Nacht für die nötige Helligkeit und Orientierung sorgen sollen. Ebenso lassen sich bei Dunkelheit Gartenflächen oder die Gartendekoration mit Dämmerungsschaltern ins rechte Licht rücken. Oder Du steuerst mit ihnen gewerbliche Lichtanlagen oder Schaufensterbeleuchtungen.
Bewegungsmelder anschließen
Bevor Du Deinen Bewegungsmelder anschließt, solltest Du den passenden Erfassungsbereich festlegen. Je nachdem, ob Du einen Hauseingang, eine Hausfront oder einen ganzen Raum abdecken willst, brauchst Du einen anderen Erfassungswinkel. Unsere Tipps helfen Dir bei der Auswahl:
Bewegungsmelder mit Unterkriechschutz
Bewegungsmelder mit Unterkriechschutz erfassen auch den Bereich direkt unter dem Melder. So bleibt kein toter Winkel und der Sensor reagiert auch, wenn sich jemand unterhalb des Bewegungsmelders nähert. So sorgt er für eine lückenlose Überwachung und noch mehr Sicherheit.
Einen Bewegungsmelder anschließen – das kann nicht jeder. Denn Du brauchst nicht nur isoliertes Elektrowerkzeug, Handschuhe und einen Spannungsprüfer, sondern solltest Dich auch im Umgang mit elektrischer Spannung auskennen.
Bewegungsmelder einstellen
Wie Du Deinen Bewegungsmelder einstellen solltest, hängt vom jeweiligen Modell ab. Auf diese Punkte solltest Du besonders achten, wenn Du Deinen Bewegungsmelder einstellen willst:
- Position: Montiere den Bewegungsmelder an einer passenden Stelle und achte auf mögliche Störquellen wie Bäume. Als Montagehöhe eignen sich etwa 2,50 m.
- Erfassungsbereich: Mit Abdeckungen kannst Du Bereiche ausblenden, die der Bewegungsmelder nicht erfassen soll, z. B. das Nachbargrundstück.
- Helligkeit: Stelle ein, ab welchem Helligkeitswert der Bewegungsmelder das Licht einschalten soll.
- Nachlaufzeit: Lege fest, wie lange das Licht nach einer erkannten Bewegung eingeschaltet bleibt.
Tipp: Probier bei Helligkeit und Nachlaufzeit verschiedene Einstellungen aus. So findest Du die Werte, die am besten zu Deinem Einsatzbereich passen.
Bewegungsmelder regelmäßig reinigen
Befreie den Sensor des Bewegungsmelders regelmäßig von Staub und anderem Schmutz. Dafür reicht in der Regel schon ein feuchtes Tuch. So stellst Du sicher, dass Dein Bewegungsmelder störungsfrei funktioniert.

Smarte Bewegungsmelder
Smarte Bewegungsmelder können mehr und Dir das Leben erleichtern: Erkennt der Bewegungsmelder morgens z. B., dass Du aufgestanden bist, startet er ein vorab von Dir festgelegtes Szenario – die smarten Rollläden gehen hoch, das Licht an.
In Sachen Vernetzung sind Dir – mit einem kompatiblen Gateway – keine Grenzen gesetzt. Du kannst dank smartem Bewegungsmelder nicht nur das Licht an- und ausschalten, sondern den Bewegungsmelder auch mit einer Überwachungskamera und einer Alarmanlage koppeln. Kommt es zu einem Einbruch, schickt Dir der Bewegungsmelder eine Benachrichtigung aufs Smartphone, lässt die Überwachungskamera alles aufzeichnen und startete den Alarm.
Entscheidend ist in solchen Fällen ein Gateway, also die Steuerzentrale – quasi das Gehirn Deines Zuhauses. So kannst Du verschiedene Geräte koppeln und Szenarien festlegen.


Bewegungsmelder anschließen und einstellen: häufige Fragen
Platziere den Bewegungsmelder so, dass er den gewünschten Bereich erfasst und möglichst nicht durch Bäume oder andere Störquellen beeinflusst wird. Als Montagehöhe eignen sich etwa 2,50 m. Bereiche wie das Nachbargrundstück kannst Du mit Abdeckungen aus dem Erfassungsbereich ausschließen. Mehr dazu findest Du im Kapitel
Ein Bewegungsmelder erkennt Veränderungen der Wärmestrahlung in seinem Erfassungsbereich. Bewegt sich z. B. eine Person hindurch, reagiert der Sensor und schaltet die angeschlossene Beleuchtung ein. Nach der eingestellten Nachlaufzeit geht das Licht automatisch wieder aus.
Üblicherweise kannst Du mit einem Bewegungsmelder Glühlampen, Leuchstoffrähren und LED-Leuchtmittel anschalten. Wie so oft gilt aber auch hier: Es kommt auf Dein Modell an. In der Bedienungsanleitung findest Du Angaben, welche Lampen für Deinen Bewegungsmelder geeignet sind.
Lux regelt die Lichtempfindlichkeit. 0 Lux steht für absolute Dunkelheit. So viel schon mal vorweg. Je nach Modell kannst Du bei Deinem Bewegungsmelder einstellen, ab wie viel Lux der Bewegungsmelder das Licht anschalten soll. Wie viel Lux Du bei Deinem Bewegungsmelder einstellen musst, hängt von Deiner Umgebung ab. Ohne externe Lichtquelle wie eine Straßenlaterne in unmittelbarer Nähe, sind 15-20 Lux ein guter Startwert.
Sonne und Mond stehen symbolisch dafür bei welcher Helligkeit Dein Bewegungsmelder aktiv ist. Ist die Sonne ausgewählt, arbeitet Dein Bewegungsmelder quasi Tag & Nacht. Der Mond steht dafür, dass Dein Bewegungsmelder nur in der Dunkelheit aktiv ist.
Dein Bewegungsmelder verbraucht in der Regel unter einem Watt Strom. Werf einen Blick in die technischen Daten um die passende Antwort für Dein Modell zu finden.











