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Ratgeber

Barrierefrei Bauen

Lesezeit 12 min.
barrierefrei bauen

Deine Hände sind gezeichnet von etlichen Projekten. Du bist ein Macher. Aber: Es werden Tage kommen, da beugt sich Dein Rücken, Deine Augen werden müde, Deine Beine schwach. Schaffe Dir ein Zuhause, in dem es keine Hindernisse gibt – Stichwort barrierefrei bauen.

Barrierefrei bauen

Auch Macher altern. Langsam fällt Dir das Gehen schwerer, Dein Gleichgewichtssinn lässt Dich immer mal wieder im Stich und auch Deine Augen werden schwächer. Treppen werden zu schier unüberwindbaren Hindernissen, in Deine Badewanne kommst Du nicht mehr rein, Deine Küche ist nicht mehr praktisch.

Lass es gar nicht erst so weit kommen. Baue Dein Haus schon frühzeitig barrierefrei um.

Barrierefrei bauen bedeutet z. B., dass Türrahmen mindestens 80 cm breit sind. Für Rollstuhlfahrer sollten sie sogar 90 cm breit sein. Treppen sollten einen Handlauf auf beiden Seiten haben. Ziel des barrierefreien Bauens – oder barrierefreien Umbauens – ist, dass Du Deine Wohnung auch im Alter ohne Einschränkungen nutzen kannst.

Geregelt ist barrierefreies Bauen in der DIN-Norm 18040.

Barrierefrei vs. rollstuhlgerecht

Ist eine Wohnung barrierefrei, heißt das nicht unbedingt, dass sie für Rollstuhlfahrer uneingeschränkt nutzbar ist. Als Rollstuhlfahrer solltest Du immer darauf achten, dass Deine Wohnung rollstuhlgerecht ist.

Barrierefreier Eingang

Ein barrierefreier Eingang macht es Dir einfach, Dein Haus zu verlassen und wieder zu betreten – und zwar ohne fremde Hilfe.

So kann ein barrierefreier Eingang aussehen:

  • Optimal ist natürlich ein schwellenloser Hauseingang.
  • Sowohl vor als auch hinter der Haustür sollte eine Bewegungsfläche von 150 x 150 m sein – so kannst Du auch mit Rollstuhl gut rangieren.
  • Türgriff, Klingel & Co. sollten auf etwa 85 cm Höhe angebracht sein.
  • Achte auf rutschsicheren Bodenbelag, ausreichend Beleuchtung und eine Überdachung, damit Du immer im Trockenen stehst.

Rollstuhlrampe bauen

Um zu Deiner Eingangstür zu kommen, musst Du als Rollstuhlfahrer erst eine Treppe überwinden? Eine Rollstuhlrampe hilft Dir dabei, dieses Hinderniss ohne Hilfe zu überwinden.

Es gibt viele Rollstuhlrampen aus Aluminium, die Du kaufen kannst. Diese erfüllen allerdings häufig nicht alle Anforderungen. Du kannst Dir stattdessen auch selbst eine Rampe aus Holz oder Beton bauen.

Achte beim Bau der Rollstuhlrampe darauf, dass die Steigung nicht mehr als 6 % beträgt. Füge, falls nötig, ein paar Meter hinzu und errichte bei einer Länge von über 600 cm ein Zwischenpodest, auf dem Du eine Pause machen kannst. Das Zwischenpodest muss mindestens 150 cm lang sein, damit Du auch genug Platz zum Rangieren hast.

Berücksichtige bei der Planung der Rollstuhrampe eine Mindestbreite von 120 cm – für die nutzbare Fläche.

Für die Handläufe der Rollstuhlrampe links und rechts gelten folgende Regeln:

  • Der Durchmesser muss zwischen 3 und 4,5 cm und die Montagehöhe bei 85 cm liegen.
  • Die Handläufe sollen darüber hinaus 30 cm in den Treppenanfang und das Treppenende hineinragen.

Sowohl am Anfang als auch am Ende der Rampe muss genug Platz für Dich und Deinen Rollstuhl sein. Diese Bewegungs- und Wendeflächen sollen 150 x 150 cm groß sein.

Die Rampe ist komplett, wenn auf beiden Seiten 10 cm hohe Radabweiser stehen. Die befinden sich idealerweise auf einer Linie mit den Handläufen.

Barrierefreies Bad

Rutschige Fliesen, ein steiler Einstieg in die Badewanne, ein zu niedrig angebrachtes WC – in einem Bad kann es viele Stolperfallen geben. Nicht nur für Menschen mit Behinderung. Auch für Kinder oder wenn Du z. B. nach einem Unfall oder einer Operation kurzzeitig an Krücken gehen musst.

Die Lösung: Ein barrierefreies Bad. Für mehr Sicherheit in den eigenen 4 Wänden.

Ein barrierefreies Bad soll vor allem komfortabel und zukunftsorientiert sein. Egal, ob Du später vielleicht einen Rollator oder Rollstuhl brauchst, alles ist gut zu erreichen und sicher.Die wichtigsten Punkte, die Du bei der Planung eines barrierefreien Bades beachten solltest:

  • Du brauchst genug Platz. Plane Bewegungsflächen von 120 x 120 cm vor WC, Waschbecken und Badewanne ein. Wenn Du für einen Rollstuhlfahrer planst, erhöht sich die Fläche auf 150 x 150 cm.
  • Setze auf eine bodengleiche Dusche und einen unterfahrbahren Waschtisch.
  • Denk an Haltegriffe an strategisch wichtigen Stellen.
  • Achte beim Einkauf auf rutschhemmende Fliesen.
Rutschhemmende Fliesen, eine Badewanne mit herausnehmbarer Tür, Haltegriffe in der Dusche und vieles mehr: Das HORNBACH Musterbad Wien ist barrierefrei.

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Barrierefreies WC

Ein behindertengerechtes WC hat vor allem eins: genug Platz – vor und neben dem WC. Und zwar so viel Platz, dass Du mit einem Rollstuhl seitlich anfahren kannst und damit die Sitzflächen von Rollstuhl und WC nebeneinander liegen.

Wenn Du das WC an der Wand anbringst, achte auf eine Sitzhöhe von 46–48 cm. Das gewährleistet, dass gehbeeinträchtigte Menschen das WC bequem nutzen können.

Empfehlenswert ist außerdem eine Rückenstütze sowie Stützklappgriffe neben dem WC.

Barrierefreie Dusche und Badewanne

Für eine barrierefreie Dusche solltest Du eine Bewegungsfläche von 120 x 120 cm einplanen. Soll die Dusche sogar rollstuhgerecht sein, rechne mit 150 x 150 cm. Und natürlich muss die Dusche bodengleich – also ohne lästige Kanten – sein. Sie darf sich zum übrigen Bodenbereich nicht um mehr als 2 cm absenken. Plane Haltegriffe und ggfs. einen Klappsitz in Deiner barrierefreien Dusche ein.

Ein rutschhemmender Bodenbelag in der Dusche ist natürlich Pflicht.

Achte bei Fliesen auf die Trittsicherheit im Naßbereich. Die sollte bei B liegen. Wenn Du auf eine bodenebene Wanne setzt, statt auf Fliesen, und Dir das zu rutschig ist, gibt es rutschfeste Matten, die Du in die Wanne legen kannst.

Sobald der Boden fertig ist, wird es Zeit für eine Duschabtrennung. Wir empfehlen sogenannte Walk-In-Modelle. Die sind zu einer Seite hin geöffnet und erleichtern Dir den Zugang in Deine barrierefreie Dusche.

Apropos Walk-In: Kennst Du schon Badewannen mit Türen? Diese begehbaren Badewannen haben eine sehr niedrige Schwelle und oftmals sind die Eingänge sogar bodengleich. So ist das Baden auch im Alter möglich. Strategisch gut platzierte Griffe helfen Dir später beim Aufstehen.

Barrierefreies Waschbecken

Ein barrierefreies Waschbecken ist unterfahrbar, hat also in der Regel keinen Waschtisch darunter. Suche Dir am besten einen flachen Waschtisch mit Unterputz- oder Flachaufputzsiphon aus. Die Armatur muss auch im Sitzen gut zu erreichen sein.

Denk daran, den Spiegel so anzubringen, dass Du Dich sowohl stehend als auch sitzend sehen kannst.

Besonders praktischer Helfer in der Nähe des barrierefreien Waschbeckens: ein Badhocker.

Du bist bereit für Dein barrierefreies Bad? Leg los! Unsere Ratgeber und Anleitungen haben alle Infos, die Du brauchst.

Wand-WC austauschen

WC austauschen? Kein Problem! Ein Wand-WC kannst Du im Handumdrehen selbst austauschen. Unser Meisterschmiede-Video zeigt Dir Schritt für Schritt, wie das geht. In der Material- und Werkzeugliste findest Du alle Produkte ...mehr

Barrierefreie Küche

Eine barrierefreie Küche ist vor allem eins: flexibel. Höhenverstellbare Arbeitsflächen, Backofen und Geschirrspüler auf Hüfthöhe, genug Sitzgelegenheiten – ergonomisch und komfortabel muss die Küche sein.

Es gibt u. a. diese Anforderungen an eine rollstuhlgerechte Küche:

  • Die Höhe der Arbeitsflächen muss auf Dich angepasst werden. Du lebst mit einem Menschen ohne Behinderung zusammen? Dann setzt auf höhenverstellbare Arbeitsflächen.
  • Mit gewöhnlichen Unterschränken kommst Du nicht weit. Spüle, Herd und Arbeitsplatte sollten unterfahrbar sein. Achte bei der Spüle auf ein flaches Modell und setze auf fahrbare Unterschränke. So kannst Du Deine Küche jederzeit auf Deine Bedürfnisse anpassen.
  • Wenn wir schon bei den Unterschränken sind: Entscheide Dich für Vollauszüge oder Falt- und Schiebetüren. So steht Dir nie was im Weg.
  • Hänge Oberschränke möglichst niedrig auf oder entscheide Dich für Oberschränke, die vertikal beweglich sind.
  • Deine Küche braucht Platz: Plane 150 x 150 cm Wendefläche für den Rollstuhl ein.
  • Elektrogeräte wie Backofen und Spülmaschine sollten so eingebaut werden, dass Du sie bequem bedienen kannst. In Sachen Kochfeld macht ein Kochfeld mit Induktion Sinn. Die Hitze wird am Topf erzeugt, so kannst Du Dich nicht verbrennen, wenn Du aus Versehen aufs Kochfeld kommst.

Küchenarmatur mit Touch-Funktion

Besonders praktisch in einer barrierefreien Küche ist eine Küchenarmatur, die auf Berührung reagiert. Ein kurzes Antippen, schon läuf das Wasser. In Kombination mit einer herausnehmbaren Brause bist Du maximal flexibel.

Barrierefreier Innenausbau

In Deinem Haus oder Deiner Wohnung können beispielsweise Zimmertüren zu Hindernissen werden. Barrierefreie Zimmertüren sind mind. 80 cm breit. Rollstuhlgerechte Türen müssen noch mehr Anforderungen erfüllen:

  • Die Tür muss breit genug sein (mind. 90 cm).
  • Sie muss frei von unteren Türanschlägen sein.
  • Zwischen dem Türdrücker und der Wand gehört ein Abstand von mindestens 50 cm. Der Abstand wird als Anfahrfläche gebraucht.

Türen mit Sonderbreiten im Markt bestellen

Ausgewählte Türen kannst Du in Deinem HORNBACH Markt auch in Sonderbreiten bestellen. Möglich ist – je nach Modell – eine Breite von bis zu 123 cm. Ein wichtiger Aspekt, z. B. wenn man später auf ein Spezialbett angewiesen ist. Die Kollegen an der Infotheke helfen Dir gerne weiter.

Im Idealfall haben Deine Türen auch einen Motor und lassen sich per Knopfdruck öffnen sowie schließen. Türantriebe kannst Du problemlos nachträglich einbauen. Im Falle eines Auszugs lassen sich die Antriebe wieder abnehmen und mit ins nächste Haus nehmen. An der Tür bleiben keine Spuren zurück.

Tipp: Platz schaffen

Stelle Deine Möbel so auf, dass Dir besonders an wichtigen Stellen wie vor Treppen, Schränken oder Regalen eine Fläche von mindestens 120 x 120 cm zur Verfügung steht – so kannst Du bequem mit dem Rollator wenden. Rollstuhlfahrer brauchen 150 x 150 cm.

Barrierearme Bodenbeläge

Nutze Renovierungsarbeiten, um geeignete Bodenbeläge zu verlegen. Alles, was rutscht oder nicht fest verlegt wird, muss raus. Der Boden sollte sich nicht elektrostatisch aufladen.

Unsere Empfehlung: Greife zu Fliesen oder Vinyl.

Rutschfeste Fliesen eignen sich für Badezimmer und das fußwarme Klickvinyl ist ideal für Wohnräume. Achte beim Kauf von Fliesen fürs Bad auf die Trittsicherheit im Nassbereich. Diese sollte idealerweise bei B liegen. Diese Info findest Du auf der Verpackung der Fliesen – oder natürlich bei uns im Onlineshop.

Treppen altersgerecht sichern

Treppen lassen sich nicht immer vermeiden. Du kannst sie aber clever gestalten. Ein wichtiger Punkt sind die Handläufe. Halte Dich bei der Planung an die Ratschläge für die Rampen und sorge dafür, dass die inneren Handläufe niemals unterbrochen werden.

Laut DIN 18040 sind Stufenunterschneidungen unzulässig. Das bedeutet, dass die Oberkante nicht über das Ende der darunter liegenden Stufe ragen darf.

Für die einzelnen Stufen gilt: Rutschfeste Materialien sind das A und O.

Zum Nachrüsten eignen sich Stufenmatten zum Aufkleben.

Damit Du bei langen Treppen auch mal durchatmen kannst, solltest Du bei mehr als 15 Stufen ein Zwischenpodest einplanen – idealerweise mit Sitzgelegenheit. Vergiss nicht die Stufenvorderkantenmarkierungen und vermeide Wendeltreppen.

Falls das Treppensteigen gar nicht mehr möglich ist, bleibt Dir auch noch die Option, einen Treppenlift zu installieren.

treppen altersgerecht

Richtig Heizen im Alter

Stelle sicher, dass Du all Deine Räume 365 Tage im Jahr beheizen kannst. Das geht ohne Schwierigkeiten mit diversen Elektroheizungen. Infrarotmodelle bieten sich an: Sparsamer Betrieb und angenehme Wärme sind Dir sicher.

Infrarotheizungen arbeiten nicht mit Konvektionswärme. Das bedeutet, dass sie nicht die Luft erwärmen, sondern die von ihnen angestrahlten Flächen.

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Smarte Alltagshelfer

Smart Home macht Dein Leben leichter: Ob Du das Licht anmachen, die Rollläden herunterlassen oder die Heizung anschalten willst, dank smarter Lösungen geht das alles einfach per Knopfdruck auf Deinem Smartphone.

Und nicht nur das: Ein intelligentes Türschloss öffnet Dir die Haustür, wenn Du Dich mit Deinem Smartphone näherst. Mit einem Smart Button kannst Du schnell Hilfe rufen.

Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten, wie Dir smarte Technik den Alltag erleichtern kann.

Smartes Schloss öffnet Türen

Ob mit Rollstuhl oder Gehilfe: Wäre es nicht praktisch, wenn sich Deine Haustür automatisch öffnet, wenn Du nach Hause kommst?

Smarte Haustürschlösser können das. Dank der Funktion Auto Unlock, erkennt z. B. das Nuki Smart Lock die Position Deines Smartphones und sorgt für ein automatisches Öffnen der Tür bei Annäherung.

Smart Buttons rufen Hilfe

Ein smarter Button kann im sogenannten Panikmodus ein Notfallszenario in Gang setzen: Auf Knopfdruck kannst Du z. B. ein Familienmitglied per Push-Benachrichtigung über einen Notfall informieren.

Aber der smart Button kann noch viel mehr: Er kann bis zu 6 verschiedene Aktionen ausführen. Mit einem Klick kannst Du z. B. das Licht ausschalten und mit 2 Klicks die Klimaanlage aktivieren.

Der smarte Button kann praktisch überall angebracht werden, denn er muss nicht verkabelt werden – er ist batteriebetrieben.

Licht smart steuern

Beim barrierefreien Wohnen spielt auch das Thema Licht eine große Rolle. Denn es sollte immer hell genug sein. Besonders clever geht das mit smarten LED-Lampen. Die kannst Du nicht nur mit Deinem Smartphone, sondern auch mit einem Sprachassistenten steuern.

Du hast einen sehr geregelten Tagesablauf? Mit einem Zeitschaltplan musst Du Dich um das Ein- und Ausschalten gar nicht mehr kümmern. Oder Du setzt auf Bewegungsmelder, die Deine LED-Lampen automatisch bei Bewegung anschalten.

Produkt-Highlight

FLAIR Viyu Leuchtmittel E27 mit Repeaterfunktion A60 RGB E27/9,5W(60W) 806 lm 1800-6500 K warmweiß-tageslichtweiß - Kompatibel mit SMART HOME by hornbach
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